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Ortsverband Rothenburg
Bildungseinsatz des Rothenburger Frauenbundes

Rücktritt von Dr. Margot Käßmann ist ein herber Verlust
Evangelische Frauen würdigen beeindruckende Haltung
Bestürzt hat der Vorstand der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) den Rücktritt der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Dr. Margot Käßmann, von allen kirchlichen Leitungsämternzur Kenntnis genommen.
Der Rücktritt von Bischöfin Dr. Margot Käßmann ist ein herber Verlust für die EKD wie für die evangelischen Frauen in Deutschland und darüber hinaus für viele Frauen in anderen Kirchen, die in der Wahl einer Frau an die Spitze der EKD ein ermutigendes Zeichen auch für die Entwicklung in ihren eigenen Kirchen gesehen haben.
„Eine Gesellschaft wäre reifer, wenn sie keine makellosen Helden an ihrer Spitze bräuchte“, kommentiert ZEIT online. „Wenn es genügte, dass das Führungspersonal einfach nur den Job gut macht. Der Ruf nach lupenreinen Vorbildern ist allzu sehr Ausdruck einer infantilen Sehnsucht. Kinder brauchen das Vorbild, Erwachsene können es nicht perfekt sein.“ Auch in der Kirche wären Bischöfinnen und Bischöfe wünschenswert, die mit ihren menschlichen Schwächen und Fehlern – und seien es so schwer wiegende wie eine Autofahrt unter Alkoholeinfluss – tadellos umgehen, indem sie zu ihnen stehen und die Konsequenzen tragen. Das hat Bischöfin Dr. Margot Käßmann mit ihrem sofortigen Schuldeingeständnis getan.
Die veröffentlichte Aufregung über das Fehlverhalten der Bischöfin übersteigt nach aller Erfahrung der vergangenen Jahre bei Weitem den in vergleichbaren Situationen auf männliche Funktionsträger ausgeübten Druck. EFiD würdigt ausdrücklich die Haltung des Rates der EKD, seiner Vorsitzenden das uneingeschränkte Vertrauen auszusprechen und ihr „die Entscheidung über den Weg, der dann gemeinsam eingeschlagen werden soll“, zu überlassen.
EFiD würdigt darüber hinaus die Haltung von Dr. Margot Käßmann, auch wenn der Rücktritt zutiefst bedauerlich ist. Diese Entscheidung ist zugleich ein eindrückliches Zeichen von Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit angesichts weit verbreiteter Praxis in unserer Gesellschaft, durch persönliches Fehlverhalten verursachte Probleme auszusitzen.
Unabhängig von allen kirchen- und gesellschaftspolitischen Erwägungen aber dankt EFiD Dr. Margot Käßmann für ihre über Jahrzehnte durchgehaltene, Kräfte zehrende Rolle als Vorreiterin für die kirchliche Frauenbewegung. Wir wünschen ihr zutiefst, dass die Entscheidung, alle kirchlichen Leitungsämter aufzugeben, sich als die für sie persönlich richtige erweisen wird. Dr. Margot Käßmann bleibt für EFiD als Theologin und als Mensch prägend und wichtig.
Brunhilde Raiser
Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V.
Kerstin Möller
Stv. Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V.
Dr. Beate Blatz
Leiterin des Verbandes
Hannover, 24. Februar 2010
Evangelische Frauen in Deutschland e.V.
Frauke Josuweit
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Redaktion mitteilungen
Berliner Allee 9-11
30175 Hannover
Tel.: 0511 - 89768 120
Email: josuweit@evangelischefrauen-deutschland.de
www.evangelischefrauen-deutschland.de
Der Verband Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) mit Sitz in Hannover ist als Dachverband die Stimme evangelischer Frauen in Kirche und Gesellschaft.
Die EFiD fördert und unterstützt die Arbeit von und mit Frauen in kirchlichen Bezügen und ermutigt Frauen, in der heutigen Welt als Christinnen zu leben.
Mit frauenspezifischer Kompetenz und Sicht setzt der Verband theologische, spirituelle, sozialdiakonische und politische Impulse.
Zur EFiD gehören 41 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 3 Millionen Mitgliedern.
Krapfenaktion Silvester 2009 - Presseartikel - Ortsverband Rothenburg
Gemeindebrief Sankt Jakob – Deutscher Evangelischer Frauenbund
Über den erfolgreichen Verkauf von Leckereien im Anschluss an den Silvestergottesdienst in St. Jakob zur Unterstützung der „Tansania – Hungerhilfe“ freuen sich die Vorsitzenden des Evangelischen Frauenbundes. Die mehr als hundert Tüten, gefüllt mit Krapfen, Schneeballen oder Speckkuchen, fanden in kürzester Zeit vollständig ihre Abnehmer. Das Gebäck wurde dankenswerterweise von Bäckereien und Konditoreien aus Rothenburg und Umgebung gespendet. 
Auch der Erlös aus dem Weihnachtsbasar im Sozialstand „Himmlisches Postamt“ kam Tansania zugute. Aufgestockt mit weiteren Spenden vom Ortsverband konnte somit an das Rothenburger Dekanat der erfreuliche Betrag von insgesamt 1600 Euro für Tansania überwiesen werden. Auch „Jakob steht auf 2011“ erhielt eine Spende über 400 Euro.
Allen Helferinnen und Spendern sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Claudia Hintermeier, 1. Vorsitzende
Februar 2010
Auf dem Bild zu sehen: Dekan Gross und v.r. Claudia Hintermeier und Else Trenkle vor der ausverkauften Theke.




