Presse

 

Pressemitteilung vom 27. 06. 2011

Verantwortung übernehmen für sich und andere
100 Jahre ehrenamtliches Engagement
im Deutschen Evangelischen Frauenbund, Landesverband Bayern e.V.

Über 120 Gäste aus den Ortsverbände und Anschlussvereine in Bayern werden am kommenden Samstag, den 2. Juli 2011 nach Neuendettelsau erwartet, um das 100-jährige Bestehen des DEF-Landesverbandes mit einem Festgottesdienst und einer Jubiläumsveranstaltung zu feiern. Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin und ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs wird ab 10.00 Uhr den Festgottesdienst in der Laurentiuskirche in Neuendettelsau halten. Beim anschließenden Festakt im Luthersaal in Neuendettelsau wird ein Rückblick auf die 100-jährige Geschichte des Landesverbandes gegeben. Sieben DEF-Mitglieder verkörpern in der Kleidung der damaligen Zeit die jeweiligen Landesvorsitzenden und berichten in kurzen Vorträgen aus deren Arbeit in den Jahren 1911 bis 1982. Die Berichte aus den Jahren 1982 bis heute geben die noch lebenden jeweiligen Landesvorsitzenden selbst. Die Vernetzung des Deutschen Evangelischen Frauenbundes in der evangelischen Kirche und im vorparlamentarischen Raum, aber auch die Vielfalt seiner Arbeitsfelder wird deutlich in der moderierten Talkrunde. Gäste sind neben Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler

  • Elke Beck-Flachsenberg, Vorsitzende der Evangelische Frauenarbeit in Bayern
  • Dr. Johanna Beyer, Frauengleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • Dorothea Eichhorn, Mitglied der bayerischen Synode und Vertreterin des Diakonisches Werk Bayern
  • Inge Gehlert, DEF-Bundesversitzende
  • Liselotte Goldhammer, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erwachsenenbildung in Bayern
  • Maria Hollering-Hamers, Vorstandsmitglied des bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbund

Einen Blick in die Zukunft wird Kirchenrätin Dr. Johanna Beyer, Frauengleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern geben. Ihr Vortrag über „Aufgaben und Perspektiven von Frauenverbänden“ wird die heutige Rolle und möglichen Aufgaben von organisierter Frauenverbandsarbeit aufzeigen.

Im Vorfeld der Jubiläumsveranstaltung wird am Freitagabend das Frauenkabarett „Frankenperlen“ im Luthersaal in Neuendettelsau ab 20.00 Uhr gastieren. In ihrem neuen Programm „Ja so sans, die lieben Weibersleut“ von und mit Christel Opp unternehmen die fünf Hobbykabaretistinnen aus Franken eine musikalisch-frechironische, aus dem Leben gegriffene Reise durch die Landschaft des Frauenlebens. Die Haltestellen gehen über den Kräutergarten zum Friseur und frisch gestylt zum Casting für die neue Päpstin. Hierzu sind Gäste herzlich willkommen. Karten für das Frauenkabarett gibt es an der Abendkasse für 5,00 €.

Katharina Geiger, DEF-Geschäftsführerin
Katharina.geiger@def-bayern.de

 

Pressemitteilung vom 17. Juli 2010

Landesverbandstagung  in Rothenburg
Macht der Medien – Macht der Bilder

Die Landesverbandstagung des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, Landesverbandes Bayern (DEF) 2010 stand im Wildbad Rothenburg im Zeichen der Medienarbeit – einem Arbeitsschwerpunkt des bundesweit aktiven Frauenverbandes. Der Titel des Studientages lautete: „Macht der Medien – Macht der Bilder“. Eva Schmidt, DEF-Landesvorsitzende betonte in ihrer Begrüßung, dass die Macht der Medien oftmals unterschätzt werde. Täglich werden im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung oder im Internet Nachrichten und Berichte aus der ganzen Welt oder von lokalen Ereignissen verbreitet. Doch sie können manchmal sehr manipuliert sein, ohne dass die Nutzer das wirklich wahrnehmen.

Im Wildbad Rothenburg diskutierten am Samstag, den 17. Juli 2010 über 70 Frauen aus ganz Bayern, welche unglaubliche Macht die Massenmedien auf ihr Leben, ihre Lebensgestaltung, auf ihre Wahrnehmung und Meinungen ausüben. Sabine Jörk, qualitative Medienforscherin aus München, stellte in ihrem Vortrag „Macht der Medien – Ohnmacht der Rezipienten?“ die Aufgaben, Funktionen und den Stellenwert der Medien dar, aber auch welche Machtposition sie in der multimedialen Gesellschaft inne haben.

Wer mit Medien und Medienschaffenden zu tun hat, der sollte die Besonderheiten journalistischer Produktion und Mechanismen möglicher Manipulation unbedingt kennen, führte die Referentin aus. Der Begriff Macht sei eng verknüpft mit dem Begriff Manipulation, denn Medienschaffende entscheiden, was veröffentlicht wird und was nicht; sie entscheiden, welche Themen behandelt werden und welche nicht.

Am Nachmittag wurden die Teilnehmerinnen in Workshops mit der Macht der Bilder und deren Manipulationsfähigkeit konfrontiert. Dabei stellten sie fest, dass Bilder – vor allem bewegte Bilder -  zu den wirkungsvollsten Beeinflussungsmitteln gehören. Elke Thein, Vorstandsmitglied der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Medienkompetenz (EAM) aus Bayreuth, erläuterte, wie durch die Bildauswahl bei bestimmten Themen das Interesse geweckt, gereizt und auf das gelenkt wird, was der Medienschaffende aufzeigen will. Die Möglichkeit des Missbrauchs dieser Macht ist gegeben, und nur selten wird „entlarvt“, was hier Realität, Fiktion oder Unterdrückung ist.

Die Fülle von Manipulationsmöglichkeiten machte den Frauen bewusst: Medien haben sehr viele Bereiche der Machtausübung. Dies soll aber nicht bedeuten, dass die Medienschaffenden ihre Machtposition missbrauchen. So wie Medikamente gefährlich sein können, Ärzten aber trotzdem das Vertrauen geschenkt werden kann, so sollte den Medienschaffenden in der Regel Vertrauen entgegengebracht werden, betonte auch Dr. Katharina Städtler, EAM-Vorsitzende. Denn: ohne Vertrauen ist keine gute Zusammenarbeit möglich. Aber Vertrauen schenken soll nicht heißen: blind vertrauen. Nur so ist es möglich, wie bisher in den Ortsverbänden praktiziert, kritisch die Medien in all ihren Facetten zu begleiten und eventuelle Missstände und Fehlentwicklungen aufzuzeigen.

Katharina Geiger
Geschäftsführerin
Mitglied im Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien

 

Landesverbandstagung  in Rothenburg am 17.7.2010
Pressemitteilung im "Fränkischen Anzeiger"

Der "Fränkische Anzeiger" in Rothenburg brachte ebenfalls einen Artikel über unsere Landesverbandstagung am Montag, den 19. Juli 2010 mit der Überschrift: "Die Macht der Medien sehen". Diesen Artikel können Sie hier lesen.

 

 

 

 

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